Conel Hugh O’Donel Alexander

19.April1909

Der britische Mathematiker mit Masterabschluss in Cambridge war in den 20er-50er-Jahren einer der führenden Schachspieler auf der Insel. 1954 gewann er, zusammen mit David Bronstein, das Turnier in Hastings. Bei sechs Schacholympiaden ging er für England ans Brett. Im zweiten Weltkrieg war er, mit Alan Touring zusammen, einer der maßgeblichen Codeknacker, die die deutsche Verschlüsselungsmaschine Enigma entschlüsselten.
Conel Hugh O’Donel Alexander – Michail Botwinnik, Warschau 1930, bei chessgamses.com
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Miguel Najdorf

15. April 1910

„Don Miguel“, wie der in Polen aufgewachsene und im Zuge des Zweiten Weltkriegs zur Emigration gezwungene Argentinier von seinen Kollegen gerne genannt wurde, ist einer der besten Spieler der internationalen Schachgemeinschaft gewesen. Alle Weltmeister von Lasker bis Kasparow kamen vor seine Flinte, Botwinnik, Tal, Petrosjan, Smyslow und Fischer konnte er gar besiegen. Er nahm an 14 Schacholympiaden teil und war ein sehr guter Blindsimultanspieler. Sizilianisch-Spieler kennen natürlich die Najdorf-Variante: 1.e4 c5 2.Sf3 d6 3.d4 cd 4.Sd4: Sf6 5.Sc3 a6.

Glucksberg – Miguel Najdorf, Warschau 1930, bei chessgamses.com
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Efim Bogoljubow

14. April 1889

Der Russe, der 1927 die deutsche Staatsbürgerschaft annahm, zählte ab Anfang der 1920er-Jahre zur Weltspitze. Er konnte viele Turniere für sich entscheiden. Aber nicht den Kampf um den Weltmeistertitel gegen Alexander Aljechin 1929, den er mit 9,5:15,5 deutlich verlor. In den 30erjahren gewann er verschiedene Turniere in Deutschland, verlor aber Wettkämpfe gegen Max Euwe und Erich Eliskases.
Efim Bogoljubow - Alexander Aljechin, Hastings 1922
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Garri Kasparow

13. April 1963

Das "Monster mit den 100 Augen" musste einen harten Kampf gegen seinen Vorgänger Anatoli Karpow bestehen, bevor er zum 13ten, und zu der Zeit jüngsten, Weltmeister wurde. Der Ttitel wurde ihm von der FIDE nach der Gründung der Professional chess Association aberkannt, aber dafür hatte er ja den von der PCA. Aber auch den verlor er, für die meisten Schachfans überraschend, im Jahr 2000 an Wladimir Kramnik. Trotzdem galt er bis zu seinem offiziellen Rücktritt aus dem Profischach 2005 als stärkster Schachspieler der Welt.
Garri Kasparow - Veselin Topalow, Wijk aan Zee 1999
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Carl Ferdinand Jänisch

11. April 1813

Der russische Spieler finnischer Herkunft war weniger eher im theoretischen Bereich des Spiels zuhause. Trotzdem war er in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts einer der besten russischen Spieler. Er veröffentlichte einige viel beachtete Schriften zum Schach und belebte die erste Schachspalte in einer russischen Zeitung überhaupt. Eine wichtige eröffnungstheoretische Arbeit zur spanischen Eröffnung, die seinen Namen trägt: das Jänisch-Gambit (1. e2–e4 e7–e5 2. Sg1–f3 Sb8–c6 3. Lf1–b5 f7–f5).
Carl Ferdinand Jänisch – Augustus Montgredien, London 1851, auf chessgames.com
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Florin Gheorghiu

6. April 1944

Einer, dessen Spielweise uns ab und zu gut tun würde. Bei Geldanlagen würde er wohl eher auf Sparbuch und Tagesgeldkonto setzen. Beim Schachspiel setzt er ebenso in erster Linie auf Solidität. So eine Art rumänischer Petrosjan, war er zu seinen besten Zeiten schwer zu schlagen. Bei Turnieren lag seine Remisquote aber ab und an bei satten 80 Prozent. Bei 14 Schacholympiaden ging er für Rumänien ans Brett, zehn Mal am ersten Brett.
Ulf Andersson - Florin Gheorgiu, Moskau 1981, auf chessgames.com
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Lajos Portisch

4. April 1937

Der neunmalige ungarische Meister qualifizierte sich sieben Mal für das Kandidatenturnier und kam zwei Mal bis ins Halbfinale. Gleich 20 Mal setzte er sich bei Schacholympiaden für Ungarn ans Brett. 1978 gewann der Positionsspieler mit dem Team Gold vor dem - wie immer - favorisierten sowjetischen Team.
Viktor Kortschnoi - Lajos Portisch, Belgrad 1970, auf chessgames.com
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Andras Adorjan

31. März 1950

"Black is ok!", Weiß hat keinen so großen Vorteil, sagt der ungarische Großmeister, der zunächst Andras Jocha hieß, bis er sich später nach dem ungarischen Flötisten Adorjan umbenannte. 1969 wurde er Junioren-Vizeweltmeister - hinter Anatoli Karpow. 1978 gewann er mit dem ungarischen Team die Schacholympiade. 1980 schaffte er es ins WM-Kandidaten-Viertelfinale, scheiterte da aber knapp an Robert Hübner. Er war Eröffnungsspezialist, Englisch-Eröffner werden die nach ihm benannte Variante kennen: 1.c4 g6 2.e4 e5.
Andras Adorjan - Zoltan Ribli, Budapest 1979, bei chessgames.com
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Wolfgang Uhlmann

29. März 1935

Wolfgang Uhlmann war der erfolgreichste Spieler der DDR. Er gewann elf Mal die Landesmeisterschaft. Ebenso oft ging er für die DDR bei Schacholympiaden ans Brett, 1964 sogar mit dem besten Einzelergebnis am Spitzenbrett. Französisch-Spielern wird Uhlmann auch ein Begriff sein, spielt er die Eröffnung doch seit Jahrzehnten, und hat ihr auch ein Buch gewidmet („Ein Leben lang Französisch. Französisch - richtig gespielt“).
David Bronstein – Wolfgang Uhlmann, Tallinn 1977, auf chessgames.com
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Viktor Kortschnoi

23. März 1931

"Viktor der Schreckliche" - der Spitzname sagt schon einiges über seinen Ruf unter Kollegen. Wer gegen ihn antreten musste traf auf einen gnadenlosen Kämpfer, den selbst Niederlagen bei undedeutenden Blitztrainingsmatches den Appetit verdarben. Sein unbedingter Siegeswillen brachte ihn zwei Mal bis kurz vor den höchsten Titel, aber beide Male siegte sein Gegner Karpov knapp. Beide Matches fanden in einer aufgeheizten Atmosphäre statt, da Kortschnois Familie nach seiner Emigration aus der UdSSR in den Westen Repressalien ausgesetzt war. Durch seine Kämpfernatur hielt sich Kortschnoi jahrzehntelang im Spitzenschach.
Viktor Kortschnoi - Anatoli Karpov, Baguio City 1978, auf chessgames.com
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László Szabó

19. März 1917

Nach dem zweiten Weltkrieg war er einer der stärksten nichtrussischen Schachspieler. Mit 14 erlernte er das Schachspiel und war sehr schnell sehr gut. 1938/39 gewann er sogar das Traditionsturnier in Hastings vor Exweltmeister Max Euwe. Drei Mal gelang ihm der Einzug in ein Kandidatenturnier. In nicht weniger als elf Schacholympiaden unterstützte er die ungarische Mannschaft.
László Szabó - David Bronstein, Zürich 1953, bei chessgames.com
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Wassili Iwantschuk

18.3.1969

"Chucky", wie er unter GM-Kollegen gerne genannt wird, kann jeden schlagen. So heißt es, und er hat es auch getan. Nur leider nicht mit der Konstanz, die ihm die höchsten Weihen hätten erbringen können. Ein etwas instabiles Nervenkostüm, gerade in entscheidenden Situationen, brachten ihn um so manchen Erfolg. Immerhin wurde er 2016 Weltmeister im Schnellschach. Er gilt als origineller und schöpferischer Spieler mit einem sehr tief gehenden Schachverständnis. Das ermöglichte ihm unzählige Turniererfolge, so auch dreimal den Gewinn in Linares.
Wassili Iwantschuk – Alexei Schirow, Wijk aan Zee 1996, bei chessgames.com
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Óscar Panno

17.3.1935 Königsindisch-Spieler werden den Namen sofort erkennen: ihn tragen zwei Varianten: Schaffte es als Nicht-Vollzeit-Schachspieler fünf Mal in ein Interzonenturnier. Panno wurde 1953 Juniorenweltmeister und trat an elf Olympiaden für das argentinische Team an.
Oscar Panno - Boris Spasski, Göteburg 1955, bei chessgames.com
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Wesselin Topalow

15.3.1975

Ein jüngerer Held mal. Aber ein Kämpfertyp mit unbedingtem Siegeswillen, der schon FIDE-Weltmeister war (im Jahr 2005). Diesen Titel verlor er aber im „Wiedervereinigungskampf“ 2006 an Wladimir Kramnik. Sein Talent deutete sich schon früh an, 1989 wurde Jung-Wesselin U14-Weltmeister. 2005 konnte er einen seiner größten Erfolge feiern: den (mit Kasparow geteilten) ersten Platz im Turnier von Linares. 2010 trat er noch einmal an, Weltmeister zu werden, verlor den Wettkampf dieses Mal aber gegen Vishy Anand.
Wesselin Topalow – Waldimir Kramnik, Wijk aan Zee 2008, bei chessgames.com
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Juri Balaschow

12. März 1949

Einer der besten russischen Spieler der 70er- und 80er-Jahre mit einem sehr großen Schachwissen. War als Sekundant gefragt und unterstützte Tigran Petrosjan und Anatoli Karpow bei ihren WM-Kämpfen. Gerade bei Letzterem Mitte der Siebziger, hatte Balaschow seine Diplomarbeit doch über die Partien Bobby Fischers geschrieben.
Juri Balaschow – Ulf Andersson, Wijk aan Zee 1973, bei chessgames.com
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Joel Benjamin

11. März 1964

Joel Benjamin ist immer noch einer stärksten US-amerikanischen Großmeister. Im Schwung der Erfolge Bobby Fischers erlernte er das Schach. Seit 2013 ist er international nicht mehr am Brett gewesen, spielt aber noch in der amerikanischen Liga. 1986 zum Großmeister gekürt gewann er im Jahr darauf die U.S.-Meisterschaft. Benjamin hat sich in den darauf folgenden WM-Zyklen nach vorne zu kämpfen versucht, kam aber nie sehr weit. Besser liefs für ihn in der Olympiamannschaft, die mit seiner Beteiligung 1990 Silber und 1996 Bronze holte.
Joel Benjamin - Stefan Kindermann, Novi Sad 1990, bei chessgames.com
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Robert James Fischer

9. März 1943

Für viele ist Bobby Fischer die Schachlegende schlechthin. 1972 besiegte er in einem legendären Wettkampf Boris Spassky und wurde der 11. Weltmeister der Schachgeschichte. Mehr als diese Tatsache an sich bedeutete die mediale Präsenz dieses WM-Kampfes einen ungeheuren Aufschwung für das Schachspiel selbst. Eingebettet in die Atmosphäre der durch den kalten Krieg angeheizten Konkurrenz von UdSSR und USA erregte das Match weltweit Aufsehen. Dadurch wurde Schach für einige Zeit enorm populär. In der Folge gründeten sich Schachclubs neu, die Mitgliederzahlen in den schon bestehenden Vereinen stiegen plötzlich stark an. Das moderne Schach profitiert im Prinzip bis heute davon.
Die berühmte Partie: Donald Byrne – Bobby Fischer bei chessgames.com
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Efim Geller

8. März 1925

Einer, der sein unbestreitbares Talent recht lange, heutzutage wäre es wohl zu lange, hat liegen lassen. Für Basketball heißt es. Umso überraschender war sein Aufstieg in die Spitze des Sowjetschachs. 1948 gewann er bei der sowjetischen Mannschaftsmeisterschaft für die Ukraine antretend alle sechs Partien. Als unbekannter Spieler. Von da an spielte er sehr erfolgreich bei UdSSR-Meisterschaften, Kandidatenturnieren, Länderkämpfen, Einzelturnieren und Olympiaden. Er ist der einzige Spieler, der einen positiven Score gegen die Weltmeister Botwinnik, Smyslow, Petosjan und Fischer erzielte.
Geller – Karpow, 1976, bei chessgames.com
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Simon Winawer

6. März 1838

Französisch-Spieler kennen diesen Namen natürlich. Der Namensgeber der Variante (1.e4 e6 2.d4 d5 3.Sc3) ist hingegen eher weniger bekannt. Winawer war in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts einer der besten Schachspieler der Welt. Das zeigte sich auch in vielen Erstplatzierungen in bedeutenden Turnieren, so Sankt Petersburg 1875, Paris 1888 oder Nürnberg 1883. Eine weitere Eröffnung ist nach ihm benannt: Das Winawer-Gambit in der Slawischen Partie: 1.d4 d5 2.c4 c6 3.Sc3 e7-e5.
Tschigorin – Winawer, London 1883
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Siegbert Tarrasch

5. März 1862

Siegbert Tarrasch war einer der großen Klassiker des Schachspiels und zu seiner Zeit einer der besten Spieler der Welt. 1908 kämpfte er gegen seinen schachlichen Erzfeind Emanuel Lasker um den Weltmeistertitel. ("Für Sie habe ich nur drei Worte: Schach und matt!"). Er war ein Spieler mit vielen Turniersiegen und Schachautor, dessen Werke ganze Generationen von Schacheleven prägten. Insbesondere „300 Schachpartien“, „Die moderne Schachpartie“ und „Das Schachspiel“.
Eine schöne Partie bei chessgames.com
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